Führen in Ausnahmezeiten

Während und nach Krisenzeiten rückt die proaktive Erhaltung von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit – der eigenen wie jene der Mitarbeitenden – nahezu gleichwertig neben die Bemühungen um Existenzsicherung. Die Bedeutung gesundheits- und arbeitsbewältigungserhaltender Führung zum eigenen und zum Wohle der Mitarbeitenden wächst.

Führungskräfte haben

  • jetzt aussergewöhnliche Anforderungen durch das Führen auf Distanz und werden
  • künftig den Wiederaufbau gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden lenken müssen
  • dies alles in teilweise überforderndem Ausmaß.

Die Dauer eines Ausnahmezustands ist nicht absehbar; damit wird Stabilisierung und Ausbau von gesundheitserhaltender und partner-schaftlicher Führungs- und Unternehmenskultur ein zusätzlich wichtiges und jetzt zeitlich mögliches Anliegen zugunsten der Funktions- und Zukunftsfähigkeit der Organisation.

Brigitta Gruber ist Vorstandsmitglied der Salzburger Gesellschaft für partnerschaftliche und gesundheitsfördernde Unternehmenskultur. Wir bieten hier zum Thema kleine, wohlüberlegte Hinweise und Hilfestellung.

Führungskräfteentwickung maßgeschneidert

Führung wird gern beschrieben als der „Versuch, steuernd und richtungsweisend auf das Verhalten von sich selbst und von anderen Menschen zu wirken, um eine Zielvorstellung zu verwirklichen“. Führung ist dabei keine Einbahnstraße: Führungskräfte senden Impulse, be­kommen Informationen zurück, die wieder auf Ihr eigenes Erleben und Verhalten wirken. Auch darum ist Selbstreflexion bedeutsamer Bestandteil guter Führung. Das bedeutet Innehalten, Orientieren und bewusstes (neuerliches) Ausrichten für die Aufgabenerfüllung, für die Mitarbeitendenführung aber auch für die eigene Entwicklung und zur Entlastung.

Ein Beispiel: Führungskräfteentwicklung als mehrgliedriges Programm

Entlang von 5 Kompetenzfeldern von Führung:

  • Ziel- und Aufgabenkompetenz
  • Beziehungs- und Sozialkompetenz
  • Kompetenz der persönlichen Präsenz
  • Wandlungs- und Veränderungskompetenz
  • Werte- und Kulturkompetenz

Begleitet von einer Vor- und Nachher-Reflexion zur Wirkungsüberprüfung

Faktor Anerkennung in der Gesundheits- und Wirtschaftsförderung

Der Wandel der Arbeits- und Wirtschaftswelt stellt persönlich tiefgehende Herausforderungen an Arbeitgebende und Arbeitnehmende. Es ist oftmals begleitet von heftigen Gefühlen der Enttäuschung oder der Begeisterung. Entweder fühlen sich Menschen nicht (mehr) genügend wertgeschätzt, weil das Bisherige nicht mehr zählt, oder sie verlieren sich und andere im Trubel der Geschehnisse aus dem Auge. In diesen Phasen schwinden  Ressourcen der Person und der Organisation, obwohl es gerade dann auf inneren Stabilität und Zusammenhalt ankäme.

Eine fördernde und damit gesunde Unternehmenskultur wird notwendig. Das Erkennen und Anerkennen der Mitwirkenden ist der Schlüssel. Der Weg ist die Entmystifizierung und gleichzeitig das Lebendig-machen von Wertschätzung, indem wir uns austauschen, was wir darunter verstehen, wie wir es heute praktizieren, an was wir es merken wollen und wie es sich glaubwürdig im Alltag (er-)leben lässt.

 

Brigitta Gruber ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Salzburger Gesellschaft für partnerschaftliche und gesundheitsfördernde Unternehmenskultur

Dazu gibt es Konferenzen zum Austausch, Anregung und Fundierung ….

Es gibt ein Praxisbuch ….

Die AutorInnen berichten über die betrieblichen Erfahrungen mit wertschätzenden Dialogen. Erhältlich im Buchhandel und über office@arbeitsleben.com

Das Buch erschien im Herbst 2007 im Verlag Campus – http://www.campus.de/isbn/9783593384559

Gesundes Führen – Das BGF-UnternehmerInnenmodell

Diese Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wird initiiert & umgesetzt von dem/der UnternehmerIn und seinen/ihren Führungskräften zum Erhalt der MitarbeiterInnengesundheit und der Zukunftsfähigkeit des (Kleinst-, Klein- oder Groß-)Unternehmens.

„Gesunde Führen“ ist …

  • Strategie und soziales Ritual, um sein Unternehmen gesundheitsfördernd und partnerschaftlich zu führen.
  • … ein Vorgehen qualitätsgesicherter betrieblicher Gesundheits-förderung in den Händen des/der Unternehmers/Unternehmerin bzw. der Führungskräfte im Rahmen ihrer MitarbeiterInnenführung. Unternehmen erhalten für diese umgesetzte Praxis das BGF-Gütesiegel.

Ziele sind …

  • anhaltendes Wohlbefinden, Arbeitsbewältigung und Produktivität der Mitarbeitenden und damit
  • … Erhaltung und Förderung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und dies alles
  • … mit dem Faktor wechselseitiger An-Erkennung.

Der Weg des BGF-UnternehmerInnenmodell Gesundes Führen ist …

Es gibt Services für die Einführung in den Betrieb …

  • Am Weg zur Einführung, Wiederbelebung oder Verstärkung partnerschaftlicher und gesundheitsfördernder Unternehmenskultur unterstützt eine bewährte Begleitberatung: Plakat_BGF-UMo GF_und_Begleitberatung 
  • Ein kleine Beschreibung findet sich im Manifest

Im Mittelpunkt steht der „Anerkennende Erfahrungsaustausch“ als …

  • Führungs-Mitarbeitenden-Jahresgespräch und
  • partizipative Arbeits- und Unternehmensentwicklung

Brigitta Gruber ist …